Unfallmanipulation durch Geschädigte

Keine Zahlungspflicht bei fingiertem KFZ-Unfall

by

In Deutschland ist die Anzahl fingierter KFZ Unfälle, die den Versicherungen zur Unfallschadensregulierung gemeldet werden, besonders hoch. Bei etwa jedem 10 KFZ-Schadensfall liegt ein Versicherungsbetrag in Form einer Unfallmanipulation vor. Viele Versicherungen sind schnell damit, schon bei einem Manipulationsverdacht die Unfallschadensregulierung abzulehnen oder es zu mindest zu versuchen. Einerseits können unsere Detektive für KFZ-Versicherer die Verfahrensweise der Versicherer verstehen, andererseits werden Geschädigte leider auch in manchen Fällen zu Unrecht der Unfallmanipulation verdächtigt. Die Folge ist oft eine rechtliche Auseinandersetzung mit der Versicherung unter hinzuziehen eines Rechtsanwalts.

Annahme eines manipulierten Verkehrsunfalls

Um den Vorwurf einer Unfallmanipulation zu entkräften, ist es für den Geschädigten nicht ausreichend die Polizei hinzuziehen. Diese nimmt meistens nur eine Verkehrsunfallanzeige auf, ohne dass konkrete Feststellungen zum Unfallhergang und zu den Unfallfolgen getroffen oder Spuren gesichert werden. Auch bei Schadensereignissen an öffentlichen belebten Orten, wie Supermarkt-Parkplätze, Einkaufszentren oder Fußball-Stadien, muss sich der Geschädigte damit anfreunden, dass der Versicherer seine Annahme auf einen fingierten Unfall durchaus geltend machen kann.

Eine PKW-Versicherung kann im Rahmen der Unfallschadensregulierung zudem überprüfen lassen, ob Freunde und Bekannte des Geschädigten am Unfall beteiligt waren. Dabei ist entscheidend, ob diese als solche angegeben oder bewusst verschwiegen wurden. Die Versicherung darf in diesem Fall sogar Ermittlungen anstellen und die Unfallbeteiligten verdeckt befragen, um die Unfallmanipulation in einem Rechtsstreit beweisen zu können. Die Beteiligung von Freunden und Bekannten und das Verschweigen dieser, gilt als besonders werthaltiges Indiz für einen manipulierten Verkehrsunfall.

Typische Fälle und Verdachtsmomente

Verdachtsmomente zu einem fingierten Unfall, treten besonders bei nachstehenden Mustern auf, wenn es erste Indizien dafür gibt, die der KFZ-Versicherer natürlich bewertet, um eine Unfallschadensregulierung abzulehnen. Primär ist ein Versicherer immer auf einen Indizienbeweis angewiesen. Eine bloße Vermutung bzw. ein Anscheinsbeweis reicht zur Ablehnung der Unfallschadensregulierung meist nicht aus. In der Beziehung gibt es zwischen den Versicherern und den Geschädigten immer wieder Streitfälle und rechtliche Auseinandersetzungen.

Richtiger Unfall wird ausgenutzt

Hierbei wird ein echter Unfall dafür ausgenutzt, nicht beseitigte und unsachgemäß beseitigte Vorschäden am PKW in den Verkehrsunfall einzubeziehen. Beliebt ist in diesem Zusammenhang, den tatsächlichen Schaden zu vergrößern (Schadensvergrößerung). Diese Art des KFZ-Versicherungsbetrugs ist in Deutschland besonders häufig anzutreffen. Der angebliche Unfallschaden kann nicht eindeutig zugeordnet werden.

Unfall ohne Dritte

In diesem Fall wird der fingierte Verkehrsunfall durch den Fahrzeughalter alleine durchgeführt. Meistens sind davon aber trotzdem fremde Fahrzeughalter betroffen, die natürlich nichts von der Unfallmanipulation wissen und unbewusst Opfer eines fingierten Unfalls werden. Der Fachmann spricht hier von einem provozierten Unfall. Die Gründe für die Verkehrsunfallmanipulation beim Unfall ohne Dritte, sind oft schlechte wirtschaftliche und persönliche Verhältnisse beim gleichzeitigen Vorhandensein eines Luxusautos oder anderen hochwertigen Fahrzeugen.

Beteiligung Dritter

Wenn Dritte beteiligt sind, handelt es sich meistens um die Absprache einer Verkehrsunfall Manipulation von 2 Personen, dem Fahrzeughalter als Geschädigten und dem vermeintlichen Unfallverursacher mit seinem Fahrzeug. Typisch dafür sind gestellte Unfälle zwischen den beiden Fahrzeugen und der so genannte Papierunfall. Oft fährt der Geschädigte dabei ein teureres Auto als der Unfallverursacher, welcher in der Regel ein altes Fahrzeug oder einen vorbelasteten PKW fährt. Die Unfälle werden nach Absprache zu bestimmten Tageszeiten (abends, nachts) fingiert, um wenig echte Augenzeugen zu haben.

Berliner Modell

Ein Fahrzeugdieb entwendet ein fremdes Auto und beschädigt damit den geparkten Wagen des vermeintlich Geschädigten. Das kurzzeitig geklaute Fahrzeug wird am Unfallort stehen gelassen und der Täter flüchtet. Fahrzeughalter und Versicherung des gestohlenen PKW können so problemlos ermittelt werden. Oft werden dabei weniger von Menschen frequentierte Orte genutzt, um die Flucht des Täters zu ermöglichen.

Was kann der Geschädigte tun?

Der Geschädigte, welcher Schadensersatz von der Versicherung fordert, musst nicht beweisen, dass sich der Unfallhergang unfreiwillig oder zufällig ereignet hat. Denn laut den gesetzlichen Regelungen in §§ 7, 18 StVG, 823 BGB sind Unfreiwilligkeit und Zufall keine Anspruchsvoraussetzungen. Er muss nur nachweisen, dass sein Auto durch den Betrieb des Fahrzeugs vom Unfallverursacher geschädigt worden ist, um seiner Beweispflicht zur Beschädigung seines Eigentums nachzukommen. Im Gegenzug ist der Versicherer dazu verpflichtet, eine fingierten Verkehrsunfall durch Verabredung oder durch Unfallprovokation zu beweisen.

Sie sind eine Auto Versicherung oder ein Geschädigter und benötigen die Hilfe einer Detektei, die Indizien nachgeht und rechtskräftige Beweise beschafft? Dann wenden Sie sich an unser Detektiv-Team. Wir helfen Ihnen in ganz Deutschland, nehmen Sie dazu einfach zu uns Kontakt auf.

Detektei AC
Menü Mobile