Häufige Betrugsmaschen beim Autohandel

Tricks der Betrüger beim Autokauf und Verkauf

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Um beim Auto verkaufen oder kaufen kein Opfer von Betrug zu werden, sollten Sie besondere Vorsicht walten lassen. Besonders, wenn es dabei um viel Geld geht und Sie das Internet nutzen möchten. Als Lockvogel nutzen die Betrüger meistens ein besonders lukrativ erscheinendes Angebot. Zeitungsinserate, Kleinanzeigen bei Ebay oder Anzeigen in den Online Autobörsen, können sich für Sie schnell zu einem persönlichen Alptraum entwickeln und eine ganze Masse von unseriösen Anrufen, Nachrichten und E-Mails auslösen. Doch wie die Spreu vom Weizen trennen und erkennen, ob sich seriöse Leute oder Händler gemeldet haben? Unsere Detektei für Betrug gibt Ihnen Tipps, wie Sie Betrüger in Autobörsen und deren miese Maschen erkennen können.

Die 10 häufigsten Betrugsmaschen

Preis wird nachträglich gedrückt

Der Autohändler kontaktiert über Mittelsmänner Privatleute, die ein gebrauchtes Auto verkaufen möchten und bietet dafür einen verlockend guten Preis. Weiterführend wird vereinbart, dass der Verkäufer den PKW vorbeibringen soll. Vorzugsweise wird dabei gerne ein privater Autoverkäufer ausgewählt, der eine längere Anfahrt zum Autohändler hat. Vor Ort angekommen, wird aufgrund erfundener Mängel dann der vereinbarte Kaufpreis nicht gezahlt. Das Ziel der Betrüger ist, Sie aufgrund der langen Anfahrtszeit zu überreden, Ihr Fahrzeug billiger zu verkaufen, als es eigentlich rechtsgültig vereinbart war. Sie als Verkäufer haben übrigens einen rechtlichen Anspruch auf den vereinbarten Kaufpreis, sofern Sie Beweise dazu vorlegen können.

Diebstahl bei Probefahrt

Opfer dieser Betrugsmasche werden meist Verkäufer, die zu gutgläubig sind und dazu noch die Fahrzeugpapiere oder Zulassungsdokumente im Auto lassen. Der Betrüger möchte eine kurze Probefahrt mit dem Wagen machen und kehrt dann nicht mehr zurück. Eine Probefahrt sollte grundsätzlich nur in Ihrem Beisein und ohne Fahrzeugpapiere im Auto durchgeführt werden. Lassen Sie die Fahrzeugpapiere daheim, können Sie zudem einem Überfall vorbeugen. (Beispielsweise die Fahrzeugpapiere werden Ihnen bei der Probefahrt mit Gewalt entwendet).

Rückruf mit Mehrwertdienst

Die Kontaktaufnahme des Betrügers erfolgt per SMS mit der Bitte um einen Rückruf zu Ihrem Inserat. Bei den Rückruf-Nummern handelt es sich meistens um teure Mehrwertdienste, für die horrende Gebühren anfallen können. Rufen Sie dort an, so werden Sie möglichst lange in der Leitung gehalten. Beliebt sind Warteschleifen, Rückfragen bei Kollegen und andere fiese Tricks. Eben alles, um Sie möglichst lange am Telefon zu haben. In der Regel kommt es dabei nicht zum Verkauf oder Kauf eines Autos.

Scheckbetrüger

Diese Art des Betrugs ist besonders häufig bei Verkäufern für gebrauchte Autos in Zeitungen und im Internet zu finden. Oft werden Sie dabei von Käufern aus dem Ausland per E-Mail kontaktiert. Im weiteren Verlauf wird durch den Betrüger dann ein Scheck ausgestellt, der meist höher als der Kaufpreis des PKW ist. Die Differenz zwischen Scheck und Kaufpreis, muss an den Käufer entweder per Western Union oder bar bei Abholung des Autos rückerstatten. Der Scheck, den Sie zur Gutschrift erhalten haben, platzt natürlich in ein paar Wochen. Ihr Schaden dabei ist nicht nur der Differenzbetrag, sondern auch der Verlust des Autos.

Sachverständiger soll Kaufpreis schätzen

Durch den Betrüger wird ein hoher Kaufpreis versprochen, der dann aber nicht im Kaufvertrag für das Auto festgehalten wird. Eine Vertragsklausel besagt weiter, dass der Preis nur durch eine Sachverständigenschätzung festgelegt werden kann. Zusätzlich werden Händlereinkaufpreis abzüglich Mehrwertsteuer und weitere unseriöse Kosten zum Abzug gebracht. Der erhoffte und ggf. schon vereinbarte Kaufpreis des Verkäufers, wird so nie erreicht.

Standgebühren und Käufer vorhanden

Bei der Standgebühren Masche werden Sie durch einen Händler getäuscht, der vorgibt Käufer für Ihr Auto zu haben. Daraufhin wird eine Gebühr für Probefahrt, Fahrzeugreinigung, Standkosten oder andere Vorwände erhoben und ein Mindestpreis für das Fahrzeug vereinbart. Tatsächlich existiert natürlich gar kein Käufer und das Ganze ist nur ein Vorwand, Sie zur Zahlung von Gebühren und Standkosten zu bewegen. Falls Sie eine Vereinbarung mit dem Händler unterschrieben haben, müssen Sie ggf. sogar mit weiteren Unannehmlichkeiten rechnen. Ein Beispiel dafür sind hohe Gebühren für die Vertragsbeendigung.

Eintrag in Exportliste, um Verkauf zu fördern

Sie werden bei dieser Betrugsmasche von Auto Händlern kontaktiert, die anbieten, Ihren Wagen für den Verkauf in Exportlisten aufzunehmen. Ein Autokauf findet nicht statt. Für den „verkaufsfördernden“ Eintrag in die Exportliste müssen Sie eine Gebühr zahlen. Tatsächlich zahlen Sie aber meist nur für die Aufnahme in eine Internetdatenbank, die bei den meisten Automärkten ohnehin kostenlos ist. Ob auf diese Weise ein Käufer gefunden wird, ist fraglich.

Tacho-Betrug

Laut Schätzungen der Polizei, werden bei Gebrauchtwagen mindestens 30 %  der Tachos manipuliert. Die Tacho-Betrüger nutzen dafür eine Computer-Software, die den Kilometerstand jedes Fahrzeugs rückstellen kann. Das Ziel ist beim Verkauf des Gebrauchtwagens einen höheren Preis zu erzielen. Besonders häufig ist der Tacho-Betrug auf privaten Automärkten im In- und Ausland zu finden. Ein Ansatz, um den Tacho-Betrug aufzudecken, kann die Fahrzeug-Historie sein.

Falsches Baujahr und gefälschte Dokumente

Sie werden von einem Käufer für Ihr Fahrzeug kontaktiert, der Sie im weiteren Verlauf dann bittet, den Autokauf schriftlich per E-Mail zu bestätigen. Wird der Wagen später abgeholt, behauptet der Käufer das Baujahr im Inserat sei falsch und legt eine Kopie der manipulierten Verkaufsanzeige vor. Der Betrüger versucht so den Preis zu drücken oder Sie mit Schadensersatzforderungen einzuschüchtern.

Versicherungen betrügen mit Kennzeichen

Der Betrüger wählt dazu nur Verkaufsanzeigen aus, auf denen er deutlich ein Autokennzeichen erkennen kann. Danach spielt er den interessierten Käufer und notiert sich persönliche Daten und Informationen über Ihre Versicherung. Mit den ausgespähten Daten wird Ihre KFZ-Versicherung kontaktiert und ein Schaden gemeldet. Im Fokus der Betrüger liegen dabei besonders kleinere Schäden, wie Glasschäden, die durch die Versicherungen voll und meist ohne weitere Rückfragen abgedeckt werden. In der Regel erfahren Sie vom gemeldeten Schaden nichts, bis Sie einen ähnlichen Schaden melden.

Detektei AC
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