Wirbel um eine Journalistenstory

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Wirbel um eine Journalisten-Story

Wie Mike wegen der Frau eines Politikers in eine Journalisten-Story, die dennoch nie geschrieben wurde, geriet.

Das Telefon klingelte gegen 21.00 Uhr. Mike meldete sich. „Sind sie mit ihren Detektiven bei B tätig?“ Diese Frage wurde ohne Einleitung gestellt. Der Anrufer fragte etwas zögernd, wohl nicht sicher, wie er sein Anliegen formulieren sollte. Mike bejahte die Frage und wollte den Grund dieser Frage wissen. Der Gegenüber sagte: „Einer ihrer Mitarbeiter hat eine interessante Beobachtung gemacht, die mich persönlich interessiert, da ich zurzeit ein Buch über Ladendiebstähle schreibe!“ Führte der Anrufer weiter aus. „Ihr Mitarbeiter hat die Frau eines bekannten Politikers dabei beobachtet, wie sie in einem Bekleidungshaus, angeblich einen Hosenanzug eingesteckt habe. Der Vorgang durfte damals allerdings nicht weiterverfolgt werden, da die Geschäftsleitung eine Befragung der Kundin durch den Detektiv abgelehnt hatte.“

Mike konnte sich an den Vorfall noch erinnern, der bereits Jahre zurücklag. Er wollte zur Sache keine Angaben machen, da es sich bei dem Kunden, bei dem sich der Vorfall zugetragen hatte, um einen langjährigen Auftraggeber handelte. Andererseits handelte es sich um die Ehefrau eines hochrangigen Politikers und Mike wollte nicht in eine politische Affäre, kurz vor den Wahlen, hineingezogen werden.

„Sagen sie mir den Namen des Detektivs, der den Vorfall beobachtet hatte,“

forderte der Anrufer. Ca. 15 Minuten redete der Anrufer auf Mike ein, damit dieser den genannten Vorfall bestätigen und den Namen des Detektivs bekanntgeben solle. Mike lehnte eine nähere Stellungsnahme ab. Nun gab sich die Gegenseite zu erkennen. „Mein Name ist M. aus D., ich leite ein Pressebüro,“ schenkte der Anrufer plötzlich reinen Wein ein. „Sollten sie mir den Namen des Detektivs nicht nennen, werde ich in verschiedene Blättern, so auch in der Bildzeitung, schlechtes über ihre Firma berichten und sie so kaputtmachen“ Mike war erstaunt über die Hartnäckigkeit des Anrufers und über dessen Methoden. Später hatte er in einem Buch von Wallraff, von dem genannten Journalisten gelesen. Auch dort hatte er rüde Methoden angewandt, um an Informationen zu gelangen. “ Ich möchte mich mit ihnen treffen,“ sagte der Journalist. „Ich besuche Sie,“ sagte er weiter. Mike willigte ein, ihm war daran gelegen, die Angelegenheit durch ein klärendes Gespräch zu bereinigen.

Das Treffen fand statt. Der Journalist zeigte seine Notizen über die bereits durchgeführten Recherchen, die einen riesigen Zeitaufwand und Kostenberg bereits verursacht hatten. Er hatte alle Detekteien im bewussten Einzugsbereich befragt, bis er auf die richtige Firma gestoßen war. Den Namen des damals tätigen Detektivs, forderte der Journalist auch jetzt, unentwegt. Sonst würde er, wie angedroht negativ über die Detektei von Mike berichten. Mike nannte den Namen des Mitarbeiters, denn hier sah er den richtigen Weg, für alle Beteiligten, unbehelligt aus der Geschichte herauszukommen. Der eigentliche Vorfall lag lange zurück. Das Interesse des Journalisten war durch die damals bevorstehende Bundestagswahl geweckt worden. Er witterte die Sensation. Die Neugierde wurde auch deshalb geweckt, weil er bei einer Anfrage bei dem damals betroffenen Konzern, bei dem sich der Vorfall ereignet hatte, auf Nervosität gestoßen war. Er merkte, dass die Geschäftsleitung von dem Vorfall, auch nach Jahren noch peinlich berührt war.

Mike schloss aus dem sensiblen Verhalten der Geschäftsleitung und der erschrockenen Reaktion lediglich,

dass das Unternehmen nicht im Blickpunkt einer Presseaktion stehen wollte. Zur Firmenstruktur gehörte immer, das Zurückhalten von Informationen. Außerdem stand das Unternehmen der politischen Partei, die von dem Vorfall betroffen gewesen wäre, sehr nahe. Verständlicherweise wollte man auf alle Fälle nichts veröffentlichen. Mike erhielt einen Anruf des Geschäftsleiters, des damals betroffenen Unternehmens. Er wurde zum absoluten Stillschweigen, über Internas vergattert.

Aufgrund der Zurückhaltung aller und auch der Tatsache, dass der Vorgang lange zurücklag und keine schriftlichen Aufzeichnungen existierten, war brauchbares Material für die Presse nicht mehr vorhanden.

Dem Journalisten war die Story versickert. Übrigens, der Vertrag mit dem Bekleidungsunternehmen wurde damals, ohne Angabe von Gründen aufgelöst.

Doch das war wieder eine neue Erkenntnis, es gab keinerlei Anerkennung. Mike hatte tausende von Ladendieben gestellt, Kopf und Kragen riskiert, es gab keinen Dank. Wobei es auch hier wieder die berühmte Ausnahme gab. Mike hat zwei großartige Manager kennengelernt, die sich deutlich abhoben, aus dem großen Feld der anderen.

Jonny Küpper und Rolf Körting, Manager der obersten Spitze, was ihre fachliche Leistung anbelangte, aber dennoch menschlich. Sie erkannten Leistungen an, dankten und würdigten den besonderen Einsatz.

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