Tricks bei Tarnung und Verfolgung

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Der Trick mit der Autobeleuchtung

Ein echter Detektiv oder Agent wird übrigens immer die Innenbeleuchtung seines Autos ganz abschalten. Normalerweise beginnt nämlich die Lampe beim Öffnen der Tür zu leuchten. Das aber kann lebensgefährlich sein. Wenn der Detektiv zu einem Einsatz gerufen und dort von dem Verdächtigen oder dessen Bande schon erwartet wird, geht auch dann beim Aussteigen das Licht an. Und der Detektiv gibt dann eine große, hell erleuchtete Zielscheibe ab …

Wie sich echte Ermittler bei Dunkelheit verhalten

Manchmal kommt es natürlich auch vor, dass ein Verdächtiger in absoluter Dunkelheit verfolgt werden muss, etwa in den Tunneln der Kanalisation oder in einem unbeleuchteten Gebäude. Dann sollten echte Detektive auf jeden Fall versuchen, ohne Taschenlampe auszukommen. Es dauert nur wenige Minuten, bis sich unsere Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben und auch dort noch ganz gut sehen können. Wenn aber unbedingt eine Taschenlampe benutzt werden muss, lernen Polizeischüler folgende Tricks:

Halte die Taschenlampe als Rechtshänder immer in der linken Hand und
halte die Taschenlampe weit über deinen Kopf und vom Körper weg nach schräg oben ausgestreckt.
Die Gründe dafür: Erstens bleibt die rechte Hand für eine Schusswaffe frei und zweitens versucht ein Schütze aus der Dunkelheit heraus immer direkt auf das Licht zu schießen, weil das die beste Zielscheibe ist. Wird die Lampe direkt vor dem Körper getragen, ist ein auf das Licht abgegebener Schuss sehr wahrscheinlich ein Volltreffer.

Bei der weit vom Körper weg gestreckten Lampe aber könnte allenfalls der relativ dünne Arm getroffen werden. Das aber ist unwahrscheinlich, weil er kein großes Ziel abgibt. Und wenn doch wird ein Schuss in den Arm oder die Hand im Normalfall nie tödlich sein.

So schützen sich Profis selbst vor Verfolgern

In der echten Polizei-, Detektiv- und Agentenarbeit ist es nicht ungefährlich, jemanden zu verfolgen. Denn erstens könnte der dadurch gewarnt werden und eine erfolgreiche Flucht wagen und zweitens könnte er bewaffnet sein.

Noch schlimmer wäre es, wenn der Verdächtige einen Komplizen hat, der auf mögliche Verfolger achten und sie ausschalten soll. Und außerdem wäre es ja auch für uns als Detektive ganz schön peinlich, wenn wir selbst vom Verfolger zum Verfolgten würden. Deshalb ist es nicht nur wichtig, einen anderen perfekt und unerkannt zu beschatten, sondern wir müssen uns auch selbst vor Verfolgern schützen.

Das tun echte Agenten und Detektive, wenn sie sich selbst verfolgt fühlen

Sie beobachten in einem kleinen Handspiegel oder in glänzenden Auto- oder Fensterscheiben den Weg hinter sich weil das weniger auffällt als verstohlene Blicke über die Schulter.
Sie biegen an der nächsten Kreuzung nach links ab, dann wieder nach links und noch einmal nach links (oder drei-mal nach rechts). Nun stehen sie wieder da, wo sie vorher schon mal waren. Das  macht normalerweise keinen Sinn.
Folgt der andere jetzt immer noch, bestätigt sich der Verdacht.

Sie drehen sich ganz plötzlich herum. Dreht sich dann auch der vermeintliche Verfolger um oder versucht sich zu verstecken, ist sein Verdacht richtig.
Sie tauchen in einer möglichst großen Menschenmenge unter und bewegen sich mit ihr in dieselbe Richtung.
Sie gehen zu einer Bus- oder Bahnhaltestelle und halten sich direkt neben einer Tür aufsteigen aber erst im letzten Moment wirklich ein. Sie Verschwindenin einem Hausflur, Geschäft, Café oder Restaurant und ändern dort (eventuell auf der Toilette) ihr Aussehen oder verschwinden sofort wieder durch einen Hinterausgang (z. B. von der Restaurantküche) oder ein Fenster.
Sie betreten ein Hotel, fahren mit dem Aufzugdirекt in das drittletzte Stockwerk und gehen sofort wieder über die Treppe hinunter. Der Verfolger wird, weil sie nicht ins letzte Stockwerk fahren, nicht vermuten, dass sich dort das Zimmer befindet, und mit dem nächsten Aufzug folgen.
Währenddessen läuft man aber über die Treppe wieder hinaus. Dieser Trick klappt natürlich nicht bei zwei Verfolgern. Da könnte nämlich einer unten vordem Hotel stehen bleiben und den Eingang im Auge behalten.

Wer einen Verfolger oder Beschatter vor seinem Haus vermutet, setzt eine große Puppe mit eigener Kleidung und gleicher Frisur (kann man aus Kissen und einem Besen oder Wischmopp bauen) vor das Fenster und stellt anschließend das Licht so ein, dass die Puppe beleuchtet wird und Umrisse wirft. Dann schlüpft der Profi verkleidet durch den Hintereingang oder ein Kellerfenster aus dem Haus. Und nun kann er selbst den gegnerischen Beschatter dabei beobachten, wie der die Stellvertreterpuppe anstarrt.

Der Profitrick mit dem dunklen Zimmer

Wenn es draußen dunkel ist, kann man in einem hell erleuchteten Zimmer jede Einzelheit erkennen, erst recht jede Bewegung an Gardinen, Rollos oder Vorhängen. Wollen wir uns vergewissern, ob ein Beobachter vor dem Haus steht, müssen wir deshalb wie folgt vorgehen:

Wir löschen das Licht in dem Zimmer, aus dem wir beobachten wollen.
Wir gehen in ein ebenfalls zur Straße gelegenes Nebenzimmer, schalten dort das Licht ein und ziehen dann Vorhänge oder Rollo zu.
Wir kehren in das erste, jetzt dunkle Zimmer zurück und versuchen nun, von dort aus die Straße zu beobachten.
Unser Beschatter wird uns im nun erleuchteten Zimmer vermuten und das dunkle Fenster kaum noch beachten. Die Entdeckungsgefahr ist deshalb sehr gering.

Wie Berufsspione mit dem Taxitrick arbeiten

Profis nutzen noch eine andere Möglichkeit, einem Beobachter zu entwischen: Sie rufen ein Taxi. Dort hinein steigt dann aber in ihrem Auftrag eine andere Person mit ähnlicher Größe und Statur, die genau dieselbe Kleidung trägt, in der unser Profi vorher zuletzt von seinem Beschatter gesehen wurde.

Beim Verlassen des Hauses und beim Einsteigen ins Auto sollte diese Person einerseits dem Beschatter nie das Gesicht zuwenden, damit der den Schwindel nicht bemerkt, und o andererseits sollte die Hilfsperson noch besonders auffällig nach links und rechts sehen, am besten schon in der Tür. Das sieht so aus, als wollte sie prüfen, ob die Luft rein ist.
Wegen dieses Verhaltens und der Kleidung wird der Beschatter glauben, es handle sich um seine Zielperson, die ihn nun mit dem Taxi abhängen wolle. Er wird das Taxi verfolgen. Und der echte Profi, der all dies hinter einem dunklen Fenster beobachtet hat, hat nun freie Bahn für seine Flucht.

Hatte er es mit zwei Beschattern zu tun, von denen einer das Taxi im Auto verfolgt und der andere zu Fuß vor der Tür wartet, sollte unser Profi mit seiner Flucht noch ein bisschen warten. Dann kann er dafür ein weiteres Taxi oder sein eigenes Auto benutzen. Selbst wenn der Fußgängerbeschatter seinen Kollegen im Auto über Funk informieren kann, käme der mit dem Auto viel zu spät zurück gebraust, um noch die Verfolgung aufzunehmen.

Detektei AC
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