Erkennen von Straftätern oder Straftaten

Erkennen von Straftätern oder Straftaten

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An einem Nachmittag schloss Mike sein Büro in der Innenstadt ab und ging durch das Treppenhaus.

Hier standen mehrere Personen zusammen und packten Textilien aus verschiedenen Tüten aus und packten diese danach wieder in andere Tüten ein. Als die Personen Mike erblickten, erschraken sie. Für Mike war nun sofort klar, dass hier Diebesgut umgepackt wurde. Dies ergab sich aus dem auffälligen Gesamtverhalten der Personen. Mike ging an den Leuten vorbei und wartete vor der Tür, bis sie den Hausflur verlassen hatten. Die Gruppe überquerte die Straße, sie schauten sich noch einmal vorsichtig um und betraten dann ein Kaufhaus. Mike verfolgte die Gruppe, um seine Vermutung zu überprüfen, ob es sich tatsächlich um eine Profibande auf Diebestour handelte. Die Gruppe ging zur Lederwarenabteilung und die einzelnen Personen bezogen verschiedene Standorte. Alles hatten sie im Auge. Mit versteinerten Gesichtern beobachteten sie die Umgebung, Personal und Kunden. Eine Damenhandtasche verschwand in einer mitgeführten Plastiktüte. Auf dem weiteren Rundgang ließen die Täter Lederjacken, Pullover und vieles mehr in ihren Tüten verschwinden.

Mike eilte zum Telefon. Er verständigte die Kripo, das dafür zuständige Kommissariat.

Nach kurzer Schilderung des Sachverhaltes bat er um Unterstützung, bei der Festnahme der Täter. „Wir können im Augenblick nicht,“ war die Äußerung des Beamten. Mike eilte zurück zu den Profitätern, sie nicht aus den Augen zu verlieren. Sie waren weiter damit beschäftigt hochwertige Waren zu entwenden. Mike eilte nochmals zum Telefon und bat den Beamten erneut um Unterstützung. „Wir kommen nicht, wir haben keine Zeit!“ So die kurze Absage des Beamten. Mike versuchte den Beamten davon zu überzeugen, dass es sich bei den Tätern um Profis handelte, dass gewissermaßen ein großer Fisch zu fassen sei. Der Beamte erklärte endgültig, dass er keine Zeit habe. Was nun, was sollte Mike jetzt tun?

Er konnte nicht weiter verhandeln, er musste zurück, damit die Täter nicht plötzlich verschwunden waren. Er ging eilends zum Kaufhaus zurück. Die Gruppe verließ gerade die Verkaufsräume. Sie gingen aus dem Stadtkern heraus und schlugen die Richtung zu einem Großparkplatz ein. Dort bei ihrem Fahrzeug angekommen, öffnete der Fahrer den Kofferraum des Pkw, Marke Ford. Die Personen schauten sich erneut vorsichtig um und legten ihre Beute in den Kofferraum des Fahrzeuges. Die Personen bestiegen das Fahrzeug und fuhren davon. Es war auch zu erkennen, dass das Fahrzeug schwer beladen war. Der Kofferraum drückte die Federung tief nach unten.

Mike hielt ein vorbeifahrendes Taxi an und verfolgte damit das Fahrzeug der Täter.

Die Fahrt ging aus der Stadt heraus. Die Täter fuhren in Richtung Kiel davon. Mike stieg am Hauptbahnhof aus dem Taxi aus, um nun die Funkstreife zu verständigen. Nach einigen Minuten waren die Beamten zu Stelle. Er erklärte diesen seine Beobachtungen, nannte Kennzeichen des Fahrzeuges und die Fluchtrichtung.

Der Streifenführer reagierte prompt. Er gab die Fahndung nach Kiel durch, da es sich um ein Kieler Fahrzeug handelte. 30 Minuten später wurden die Täter kurz vor Kiel gestellt. Waren für tausende von € wurden im Kofferraum des Fahrzeuges gefunden. Bei der Wohnungsdurchsuchung ergab der Wert der sichergestellten Waren mehr als 100.000,-€.

Und jetzt der Knaller!

Sofort schaltete sich die Kripo Lübeck ein, die zuvor eine Unterstützung abgelehnt hatte. „Das ist unser Fall!“ Erklärten die Kripoleute den Schutzpolizisten.

Wieder ein aufgeklärter Fall in der Aufdeckungsstatistik. Mike kann nicht sagen, dass er ein schlechtes Verhältnis zur

Detektei AC
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