Gestohlene Waren schnell verkauft

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Gestohlene Waren schnell verkauft

Am 2.5.1991, gegen 13.00 Uhr wurden die beiden Detektive, Hans B. und Volker S. in Lübeck von zwei Passanten angesprochen und danach befragt,

ob sie einen Aktenkoffer kaufen wollten. Der Koffer habe einen Wert von 269,-€ und sollte zu 30,-€ verkauft werden. Nach einigem Feilschen gaben die Männer den Koffer für 20,-€ ab. Die Detektive kauften die Ware, weil sie der Meinung waren, dass es sich bei den beiden Männern um Profitäter handelte, die sie weiter verfolgen wollten.

Die Männer betraten ein Kaufhaus in der Innenstadt und entwendeten dort einen Mantel. Diesen Mantel brachten die Personen zum Pfandhaus. Kurze Zeit später hatten die Detektive die Männer aus den Augen verloren, da sie zur Beobachtung einen großen Sicherheitsabstand lassen mussten, um nicht erkannt zu werden.

Gegen 17.00 Uhr verließ einer der Männer ein Bekleidungsgeschäft in der Stadtmitte und trug jetzt eine neue Lederjacke. Bei der weiteren Beobachtung stellten die Detektive fest, dass der Kunde seinen Bekannten traf. Beide gingen kreuz und quer durch die Stadt und hierbei zog der eine Mann die Lederjacke aus und begutachtete sie von allen Seiten. Er zog die Jacke wieder an und betrat eine Gaststätte. Als er die Gaststätte wieder verließ, trug er die Jacke nicht mehr. Er hatte diese vermutlich verkauft.

Die Beobachtung der Kunden wurde an diesem Tag eingestellt, um nicht aufzufallen.

Am 3.5.1974, gegen 12.50 Uhr wurde der Mann erneut gesehen. Er ging auf verschiedenen Umwegen wieder zu dem Bekleidungsgeschäft. Hier beobachtete der Detektiv, wie der Beschuldigte eine neue Lederjacke anzog und das Haus verließ. Außerhalb des Hauses wurde er gestellt. Er gab zu, auch am Vortage eine Jacke entwendet und diese dem Gastwirt einer nahegelegenen Gaststätte verkauft zu haben. Auch gab er den Diebstahl des Mantels und des Koffers zu.

Er gab an, er habe den Tipp von einem Kollegen erhalten, der das genauso mache.

Die Polizei wurde eingeschaltet.

Unehrlich – gehrt am längsten

Nachfolgend geschilderte Beispiele, sollen erneut auf das Inventur-Manko-Problem der Preismanipulation hinweisen.

Dieser Trend wird sich weiter fortsetzen, denn:

Werden die Sicherungsmaßnahmen in den Kauf-u. Warenhäusern immer umfangreicher und somit Diebstahl schwieriger.
Werden die vertauschten und manipulierten Preise an der Kasse entdeckt, kann der Kunde die Tat leicht abstreiten.
Selbst, wenn der Manipulierende beobachtet wurde, erfolgt selten eine Verurteilung.
Hier einer der Ausnahmefälle, wo es zur Verurteilung kam.

Auf die billige Tour eingekauft

Urkundenfälschung kostete 525 €

Eine nicht ganz neue, aber dennoch unübliche und auch strafbare Methode, billiger einzukaufen, hatte der 25-jährige Kraftfahrer Dieter H. im November vorigen Jahres in einem großen Lübecker Selbstbedienungsladen zu praktizieren versucht.

Wegen Urkundenfälschung und versuchten Betruges musste er sich deswegen gestern vor einem Einzelrichter verantworten.

Die riskante Art, die der Angeklagte angewendet hatte, besteht darin, dass man von billigen und teuren Waren die Preisschilder löst und sie vertauscht. Dann kauft man die auf solche Weise stark verbilligten teuren Waren.

So hatte der Angeklagte ein Steingut-Set von 79,80 € auf 44,90 € herabgesetzt und eine Packung mit Fleisch aus der Tiefkühltruhe von 12,69 € auf 9,05 € reduziert.

Der Schaden, der dem Kaufhaus entstanden wäre, wenn man die Manipulation nicht gleich an der Kasse entdeckt hätte, wäre demnach 38,54 € gewesen.

Das Steingut-Set habe er, so erklärte der Angeklagte vor Gericht, verschenken wollen. Er sei damals jedoch gerade arbeitslos gewesen.

Einer Einstellung des Verfahrens wegen Geringfügigkeit widersprach der Staatsanwalt. Er forderte eine Geldstrafe von 700 €, die im Urteil des Gerichts jedoch auf 525 € wegen Urkundenfälschung in zwei Fällen in Tateinheit mit versuchtem Betrug ermäßigt wurde. new

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