Bestechung, Korruption und Vorteilsannahme

Korruption, Bestechung und Vorteilsannahme in Deutschland

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Für viele Menschen war Korruption in der Vergangenheit ein Begriff, der nicht wirklich nach Deutschland gehört. In den letzten Jahren haben jedoch zahlreiche Korruptionsfälle oder Affären ihren Weg in die Öffentlichkeit gefunden, so dass Korruptionsbekämpfung in unserer Gesellschaft und bei Unternehmen ein wichtiges Thema geworden ist. Betroffen von Korruption sind nicht nur Politik und Wirtschaft, sondern alle gesellschaftlichen Bereiche. Bei der Korruptionsprävention geht es unter anderem darum, welche Bereiche Korruptionsvorfälle fördern können. Diese Vorgehensweise bietet eine gute Voraussetzung, um mehr Transparenz zur Korruptionsbekämpfung zu schaffen. Nachstehend einige weitere wichtige Informationen für Sie, die unsere Detektive für Wirtschaftskriminalität zusammengetragen haben.

Definition und Strafbestand

In der Kriminologie wird Korruption, auch als Bestechung oder Bestechlichkeit bekannt,  als Missbrauch eines öffentlichen Amtes, einer Funktion in der Wirtschaft oder eines politischen Mandats zu eigenen oder Gunsten Dritter definiert. Grundsätzlich steht bei Korruption immer der Missbrauch anvertrauter Macht im Vordergrund. Der Machtmissbrauch findet in der Regel statt, um daraus einen persönlichen Nutzen oder Vorteile für einen Dritten zu ziehen. Als Korruption bezeichnet man alle Formen der Bestechlichkeit, Bestechung, Vorteilsannahme und Vorteilsgewährung.

Im deutschen Strafrecht ist keine allgemeine Korruptionsstrafvorschrift definiert, wie zum Beispiel beim Betrug. Vielmehr wird das mit Korruption verbundene Unrecht nach verschiedenen Strafbeständen durch den Gesetzgeber bewertet und danach bestraft.

Zu häufigsten Korruptionsdelikten im StGB zählen:

  • Vorteilsannahme nach § 331 StGB
  • Bestechlichkeit nach § 332 StGB
  • Vorteilsgewährung nach § 333 StGB
  • Bestechung nach § 334 StGB
  • Schwere Bestechlichkeit und Bestechung nach § 335 StGB
  • Abgeordnetenbestechung nach § 108e StGB
  • Wählerbestechung nach § 108b StGB
  • Angestelltenbestechung nach § 299 StGB
  • Bestechung im Gesundheitswesen nach § 299b StGB

Hintergründe von Bestechung

Eine Korruption kann in vielerlei Hinsicht erfolgen, zum Beispiel mit privaten, geschäftlichen oder politisch motivierten Hintergründen. Das beliebteste Mittel bei Korruption, ist immer noch das so genannte Schmiergeld. Denn Bargeld zur Bestechung, hinterlässt keine Spuren und taucht auch nirgends in Berichten und Bilanzen auf. In der Regel gibt es beim Strafbestand der Korruption immer mindestens zwei bis drei Täter, den Bestecher, den Bestochenen und ggf. einen Auftraggeber. Alle Parteien versuchen natürlich die Aufklärung der Bestechung zu verhindern. Das wird durch eine geschickte Verschleierung erreicht, um Ermittlungsbehörden nur wenig Transparenz und Ermittlungsansätze zu bieten. Transparenz ist bei der Korruptionsbekämpfung übrigens ein sehr wichtiger Baustein, ohne den eine Aufdeckung der Bestechung nur schwer möglich wäre. Im Rahmen der eigentlichen Korruptionsbekämpfung muss auch dafür gesorgt werden, dass ein ermittelter Täter nicht vorzeitig Alarm schlagen und damit den/die Komplizen warnen kann. Denn das würde wertvolle Ermittlungsarbeit zerstören, ohne an die Hintermänner heranzukommen.

Um Korruption aktiv zu verhindern, muss ein Rahmen von Überprüfbarkeit geschaffen werden. Dies ist bei Unternehmen meistens die Arbeit von externen Spezialisten wie Detektive, die sich um ‎Korruptionsaffären, ‎Korruptionsverdacht und Korruptionsbekämpfung kümmern.

Folgen

In der Gesamtheit aller EU Länder beläuft sich der Schaden durch Korruption jährlich auf ca. 200 Milliarden Euro. Eine Korruption kann Unternehmen, Organisationen, der Politik und unserer Gesellschaft massiv schaden und das nicht nur in materieller und finanzieller Sicht. Besonders unangenehm kann der Schaden für unsere Gesellschaft werden, wenn Korruption so weit geht, dass das staatliche Fundament untergraben wird und damit das Vertrauen der Bürger in den Staat. Welche Probleme es zum Beispiel in südamerikanischen oder osteuropäischen Ländern aufgrund von Korruption gibt, ist uns allen mehr oder weniger aus den Medien bekannt. Zu nennen wären hier Bürgerkriege, fingierte Wahlen, hohe Kriminalitätsrate, schlechte Wirtschaft, rechtliche Ungerechtigkeit bis hin zur Inhaftierung, Folterung und Ermordung von unschuldigen Menschen.

In der deutschen Wirtschaft sorgen Korruptionsvorfälle vor allem für Hemmungen im Wirtschaftswachstum und für Wettbewerbsverzerrungen. Nicht selten steckt hinter einer Bestechung der Wettbewerber, wie unsere Wirtschaftsdetektive der Erfahrung nach wissen. Sich durch Korruption Wettbewerbsvorteile zu verschaffen, ist natürlich nicht zulässig. Eine Hilfe zur Aufdeckung bei Korruptionsverdacht, können nicht nur staatliche Ermittler, sondern auch professionelle Wirtschaftsdetektive bieten.

Detektei AC
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