Detektei Privatdetektiv

So arbeiten Sie mit Fingerabdrücken usw.

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Zum wichtigsten Hinweis auf einen Täter können Fingerabdrücke werden. Das sind die Spuren, die jeder Mensch mit seinen Fingerkuppen beim Anfassen und Berühren von Gegenständen hinterlässt. Je glatter und härter die Oberfläche des Gegenstandes ist, desto klarer und deutlicher sind Abdrücke zu erkennen.

Wenn Sie Ihre eigenen Finger mal unter der Lupe anschauen, werden Sie feine Linien erkennen. Und dieses Linien-muster sind bei jedem Menschen unterschiedlich. Es gibt auf der ganzen Welt keine zwei Menschen, die absolut dieselben Fingerabdrücke hinterlassen können. Stimmt also ein Abdruck am Tatort mit dem des Täters überein, können Sie ihn absolut sicher überführen. Aber zunächst einmal müssen Sie die Fingerabdrücke am Tatort sicherstellen.

Diese Ausrüstungsgegenstände benötigen Sie für die Arbeit mit Fingerabdrücken

Hellen und sehr dunklen Puder (z. B. zerstoßene Kreide, geschabtes Bleistiftpulver oder schwarzes Farbpulver)
durchsichtigen Klebefilm
ein Vergrößerungsglas (Lupe) zum Betrachten der Fingerabdrücke
ein Stempelkissen
Helle und dunkle Pappkärtchen

Wir schlagen Ihnen vor, das Stempelkissen selbst zu basteln und es mit Wasserfarbe aus dem Tuschkasten zu füllen. Die lässt sich später leichter von den Fingerkuppen entfernen als richtige Stempelfarbe. Für das Kissen schneiden Sie ein Stück Schwamm so zurecht, dass es in einen kleinen und flachen Behälter (z. B. Schuhcremedose) mit Deckel passt. Dann rühren Sie mit dunkler Farbe aus dem Tuschkasten und Wasser die Tinte an und tränken damit den Schwamm

Überall dort, wo wir mit unserer Lupe Fingerabdrücke entdecken oder wo wir sie vermuten, müssen wir sie nun zuerst deutlich sichtbar machen. Dazu bestäuben wir vorsichtig

Dunkle Gegenstände oder Oberflächen mit einer dünnen Schicht hellen Puders,
helle Gegenstände mit dunklem Puder.

Überflüssiges Pulver wird vorsichtig weggeblasen. Der restliche Puder macht jetzt die Fingerabdrücke deutlich sichtbar. Nun wird auf den Fingerabdruck ein Streifen durchsichtiger Klebefilm gedrückt. Dabei musst Sie sehr vorsichtig sein, du darfst den Klebestreifen nicht verwackeln. Anschließend wird der Streifen mit dem an der Klebefläche haftenden Puderabdruck ganz vorsichtig wieder abgezogen. Streifen mit hellen Abdrücken kleben wir nun auf dunkle Pappkärtchen, Streifen mit dunklen Abdrücken auf helle Kärtchen.

Wenn Sie jemanden der Tat verdächtigen, müssen Sie dem ebenfalls Fingerabdrücke abnehmen. Dazu werden alle Fingerkuppen beider Hände der Reihe nach erst auf unserem Stempelkissen mit Farbe versehen und anschließend auf ein Blatt Papier gedrückt. Darauf schreiben Sie den Namen des Verdächtigen und notieren jeweils, um welchen Fingerabdruck es sich handelt. Dieses Blatt wird, versehen mit weiteren Angaben zum Verdächtigen (Größe, Alter, Schuhgröße, Schuhmarke, bevorzugte Kleidung, eventuell auch ein Foto usw.), Bestandteil unserer eigenen Verbrecherkartei. Jetzt müssen Sie nur noch die am Tatort gefundenen Fingerabdrücke mit denen vergleichen, die wir unseren Verdächtigen für die Verbrecherkartei abgenommen haben. Sie betrachten dazu immer einen der Tatort abdrücke unter der Lupe und vergleichst ihn mit allen Abdrücken aus der Kartei. Bei Übereinstimmung kannst du sicher sein: Der Täter ist ermittelt.

Was Fußspuren über den Täter verraten

Bei der Detektivarbeit können auch die Fußabdrücke eines Menschen viel mehr verraten, als dem Täter lieb ist. Kommen nur wenige Verdächtige als Täter infrage, kann man diesen manchmal sogar nur aufgrund seiner Fußabdrücke identifizieren!

Auf weichem Boden (Gras, Waldboden, Blumenerde, Beete, Sand, weicher Teppichboden) kannst du praktisch immer erkennen, wie sich der Täter bewegt hat. Und wenn wir eine Täter falle legen wollen, sollten wir dort unbedingt den Boden so vorbereiten, dass wir später Fußabdrücke nehmen können. Festgetretenen Boden sollten wir deshalb bei der Fallehevorbereitung mit einer Harke lockern oder wir streuen lockeren Sand in den Bereich, in dem sich der Täter unserer Meinung nach bewegen muss.

Beim Betrachten und Auswerten einer menschlichen Fährte müssen Sie Folgendes beachten:

Je tiefer der Abdruck, desto schwerer ist die Person, die diese Abdrücke hinterlassen hat.
Führen dieselben Abdrücke zum Tatort und zurück, sind aber die zurückführenden tiefer, gehören sie zweifellos zum Täter, der auf dem Rückweg mit seiner Beute schwer bepackt war und deshalb tiefere Abdrücke hinterlassen hat.
Nach einer Faustregel kann im Normalfall aus der Länge des Barfußabdrucks auf die Körpergröße eines Menschen geschlossen werden. Die Körpergröße beträgt etwa das Siebenfache der Fußlänge. Bei Schuhabdrücken musst du 1,5 Zentimeter von der Länge abziehen, ehe du sie mit sieben malnimmst.
An Barfußabdrücken ist außerdem oft noch die Beinstellung der Person zu erkennen. Bei O-Beinen wird die Fußaußenkante stärker belastet, bei X-Beinen die Fußinnenkante.

Weil jeder Mensch seinen persönlichen Gang hat, der zu einer unterschiedlichen Abnutzung der Schuhsohlen führt, kann außerdem das Profil einer Sohle zum Beweismittel werden. Selbst wenn der Täter einen Turnschuh trug, der millionenfach hergestellt wurde, kann sein Abdruck meistens mit absoluter Sicherheit identifiziert werden. Voraussetzung ist aber, dass wir die Spur mit flüssig angerührtem Gips ausgießen. Dazu haben wir Gipspulver und Wasser im Spurenkoffer. Nach dem Aushärten des Abdrucks können wir diesen als Beweisstück sichern. Und nun müssen wir beim Verdächtigen nur noch die Schuhe finden und unseren Abdruck mit dessen Sohle-profil- vergleichen. Aber vor dem Ausgießen können wir noch weitere Informationen aus der Fußspur lesen:

Bei einem normalen Gang wird der ganze Fuß aufgesetzt.

Beim Laufen setzen die Fußspitzen zuerst auf und hinter-lassen tiefere Eindrücke als die Fersen. Die Schrittlänge ist größer als beim normalen Gehen.
Beim Sprinten ist die Schrittlänge noch größer und die Abdrücke sind verwischt.
Beim Hinken wird ein Bein immer mehr belastet als das andere und ein Fuß hinterlässt einen tieferen Abdruck.
Beim Rückwärtsgehen wird die Fußspitze beider Füße zuerst aufgesetzt und über die Fußballen abgerollt. Der Abstand zwischen den Fußabdrücken ist kürzer als beim Laufen.

Den Abdruck eines ihrer Turnschuhe, den wir vorher angefeuchtet haben,
Fingerabdrücke auf einem Glas,
ein buntes Haargummi mit blonden Haaren,
einen hellblauen Wollfaden von ihrer Strickweste,
Kaugummipapier ihres Lieblingskaugummis Blubba Erdbeergeschmack
und/oder eine spanische 30-Euro-Münze in Silber.

Detektei AC
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