"Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft"'

Und der Detektiv war bei folgendem Fall wieder wachsam:

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Und der Detektiv war bei folgendem Fall wieder wachsam:

Gegen 9.45 Uhr war dem Detektiv, der zu Kunden-Überwachung in einem SB-Warenhaus eingesetzt war, ein Kunde aufgefallen.

Dieser hatte verschiedene Artikel in den Einkaufswagen gelegt, ohne sich um die Preise der Waren zu kümmern. Er stellte sozusagen seinen Einkauf wahllos zusammen.

Hierzu gehörte ein Radiowecker zu 139,-€, ein Kopfhörer zu 85,-€, 1 Essservice zu 139,-€, 1 Besteckkasten zu 145,-€ und ähnlich hochwertige Artikel. Der Detektiv sah sich veranlasst zu überprüfen, ob der Kunde an der Kasse die gesammelten Waren auch zum regulären Preis bezahlen würde.

Er konnte nur undeutlich den Zahlvorgang beobachten. Es war lediglich noch festzustellen, dass der Kunde mit einem 100,-€ Geldschein bezahlte. Da für den Detektiv nicht feststand, ob der Kunde möglicherweise eine Zwischensumme bezahlt hatte, verfolgte er ihn.

Der Kunde schob seinen Einkauf zu seinem PKW.

Der Detektiv notierte das Kennzeichen des Fahrzeuges. Danach wurde eine Überprüfung der Kassenrolle vorgenommen.

Es stellte sich schnell heraus, dass keine Zwischensumme gebohrt war. Die Kassiererin musste mit dem Kunden zusammengearbeitet haben. Sie wurde gestellt.

Unter der Beweislast gab sie zu, mit dem Kunden gemeinsame Sache gemacht zu haben. Sie erklärte weiter, dass sie zusammen mit dem Kunden, einem Verwandten, Waren für ca. 2.000,-€ entwendet hatte. Die Polizei wurde informiert und eine Hausdurchsuchung bei beiden Personen vorgenommen.

„Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft“‚

Durch die Aufmerksamkeit des Detektivs wurde in einem Lübecker Warenhaus folgender F all aufgedeckt: Ein Mitarbeiter der Autozubehörabteilung, der als stellvertretender Abteilungsleiter, eine besondere Vertrauensstellung genoss, war aufgefallen, da er ein Autoradiogerät zur Umtauschkasse brachte. Er wollte sich den Betrag von 498,-€ ausbezahlen lassen. Der Mitarbeiter konnte keinen Kassenbon vorweisen. Ihm wurde dennoch, wie das in SB-Warenhäusern so ist, arglos der Betrag ausbezahlt. Da der Detektiv wusste, dass der Mitarbeiter kein eigenes Fahrzeug besaß, wurde eine genauere Überprüfung vorgenommen. Die Personalkaufliste wurde durchgesehen und festgestellt, dass der Mitarbeiter kein Gerät eingekauft hatte.

Der Angestellte wurde zur Sache befragt. Es stellte sich heraus, dass er das Gerät als Geschenk eines Lieferanten erhalten hatte. Das Gerät hat der Vertreter von der angelieferten Ware entnommen, so dass ein Schaden, zumindest in Höhe des Einkaufspreises entstanden wäre.

Durch die Rückgabe des Gerätes an der Umtauschkasse, ist ein Schaden von 498,-€ entstanden. Weiter wurde festgestellt, dass der Mitarbeiter als Gegenleistung, für

10.000,-€ Autoradiogeräte eingekauft hatte, obwohl ein Beistellungstop zuvor angeordnet war.

Wie wären die weiteren Folgen für das SB-Warenhaus?

Der Überbestand an Autoradiogeräten müsste ja in Kürze abgebaut werden. Um dies zu erreichen, müssten die Geräte weit unter Preis, zum Verkauf angeboten werden. Eine Preisabschrift erfolgt dann in der Regel nicht, da dieses in der Abschriftenliste dokumentiert und somit auffallen würde. So entsteht aus einer kleinen Gefälligkeit, schnell ein Schaden von einigen tausend €.

Diebstahlverdacht gegen Mitarbeiter

Welche Möglichkeit besteht, einen Diebstahlverdacht gegen Mitarbeiter zu entkräften oder zu beweisen?

Hier gibt es die Möglichkeit der Einschleusung des Detektivs in den Mitarbeiterkreis. Der Detektiv arbeitet dann unerkannt im Mitarbeiterbereich mit.

Eine Einschleusung dieser Art hatte in einem Großhandelscenter in Hamburg Erfolg gebracht.

Für mehrere tausend € waren Autoradiogeräte verschwunden. Es blieben nur die leeren Verpackungen in den Verkaufsräumen zurück. Da ein Personaldiebstahl vermutet wurde, wurde ein Detektiv eingeschleust.

Bereits nach vier Tagen konnte ein Kunde als Täter überführt werden. Die zuvor entwendeten Geräte konnten von der Polizei, bei der Hausdurchsuchung, vorgefunden und sichergestellt werden. Der Verdacht gegen das Personal hat sich als falsch erwiesen und wurde entkräftet.

Dem Täter ist kein Weg zu weit

In einem Warenhaus in Hannover wurde bei der Inventur festgestellt, dass 43 Stereo-Kompaktanlagen verschwunden waren. Der Verdacht richtete sich gegen Mitarbeiter des Hauses.

Zur Aufdeckung der Diebstähle wurde ein Detektiv in den Mitarbeiterkreis der Belegschaft eingeschleust.

Im Zeitraum von drei Wochen bildeten sich zwei Angestellte, als Haupt- verdächtige heraus. Nur sie konnten, so stellte der Detektiv fest, für die Diebstähle in Frage kommen. Die Diebstahlzeit ließ sich eingrenzen und es erfolgte eine Beobachtung des Gebäudes.

Zwei Mitarbeiter der Dekoabteilung brachten zwei Kompaktanlagen durch die Fenster im Obergeschoss. Sie trugen die Geräte über ein Vordach. Aus der Höhe von ca. 4 Metern wurden die Geräte zum Parkplatz abgeseilt. Die Täter gaben die vorangegangenen Diebstähle, der 43 Stereoanlagen zu. Sie hatten die Ware bereits verkauft.

Anmerkung:

Viele SB-Warenhäuser sind noch ungenügend organisiert. So, wie in obigem Fall, wird erst bei der Inventur festgestellt, dass 43 Geräte verschwunden sind. Es ist somit ein Schaden von ca. 25.000.-€ bis 30.000.-€ entstanden, den man vorzeitig hätte begrenzen können. Dieser Fall ist kein Einzelfall.

In einem Berliner SB-Warenhaus waren immer wieder die Videogeräte, manchmal 10 Stück, komplett verschwunden. Autoradiogeräte verschwanden ebenfalls im Dutzend. Diese Feststellung machte ein kurzfristig dort eingesetzter Detektiv. Die Warenhausleitung hätte die Verluste erst zur Inventur festgestellt.

An dieser Stelle wird erneut auf das neueste Computer-Checklisten-System „at the right moment“ (im richtigen Moment) hingewiesen.

Dieses System erkennt Schwachpunkte nicht erst zur Inventur, sondern sofort. Gegenmaßnahmen lassen sich sofort einleiten.

Schwachpunkt Warenannahme

Hier entscheidet sich schon früh, wie hoch ein Inventurmanko ausfällt. Es ist wohl kein Geheimnis, dass manche Fahrer und Lieferanten die Inkonsequenz, bei den Anlieferkontrollen ausnutzen und einige ein vielfaches ihres Gehaltes, durch Manipulation oder Unterschlagung von Waren hinzuverdienen.

Können Diebe 60.000 Brote klauen?

In einem Warenhaus waren wachsende Sollbestände im Brotbereich aufgefallen. Durch den Vergleich der Bestellmengen und den Verkaufszahlen ergibt sich ein Brotbestand. Werden beide Zahlen miteinander verglichen und die vorhandene Ware berücksichtigt, ist ein wachsender Bestand nicht möglich.

In dem genannten Fall waren die Brotbestände, laut Bestelllisten um ein vielfaches höher, als der vorhandene Brotbestand in den Regalen.

Wo lagen die Ursachen?

Brotdiebstahl durch Kunden ist nicht möglich.

Schließt man verwaltungstechnische Fehler aus, so kann es sich nur noch um eine Manipulation bei der Anlieferung handeln.

Im Klartext: Der Lieferant manipuliert die Lieferscheine. Zur Überprüfung wurde ein Detektiv in den Warenannahmebereich eingeschleust. Es wurde bald deutlich, dass der Fahrer für die Fehlmenge von ca. 120.000,-€ verantwortlich war.

Auf den Lieferunterlagen wurden 5 Pakete Toast mit 5 Kisten Toast manipuliert.

Die Fehlmenge an einem Samstag betrug 60.000,-€.

Der gleiche Vorgang wiederholte sich später in einem Supermarkt in Kiel. Auch dort wurde der Fahrer bei Manipulationen vom Detektiv überführt.

Schlagende Argumente

Der Detektiv beobachtete in einem Supermarkt einem Angestellten, wie dieser aus der Textilabteilung zwei Badehosen wegnahm und diese mit in die Lagerräume, zu seinem Arbeitsplatz, nahm. Bei dem Angestellten handelte es sich um den Leiter des Möbellagers.

Die weiteren Beobachtungen ergaben, dass die Badehosen im Schreibtisch des Angestellten verschwanden. Als er später das Haus verlassen wollte, wurde festgestellt, dass die Badehosen verschwunden waren.

Der Mitarbeiter wurde am Ausgang gestellt

Er gab nicht zu die Ware entwendet zu haben. Es ergab sich eine Auseinandersetzung.

Die Einzelheiten dieser Situation werden nachfolgend geschildert:

Bericht des Detektivs:

Der Angestellte St., der zur Tatzeit stark angetrunken war, (Alkoholtest der Polizei, am Rande des Grenzbereichs) war nicht bereit die entwendeten Badehosen herauszugeben.

Er versuchte geschickt die Anwesenden Personen, wie Betriebsrat, Warenhausleiter und Detektiv davon zu überzeugen, dass er nichts entwendet habe.

Im Büro der Geschäftsleitung nahmen die Äußerungen des Beschuldigten St., die gegen mich gerichtet waren, beleidigende Formen an.

Der Angestellte St. war allerdings bereit, so bot er an, freiwillig seine Kleidung vorzuzeigen. Er wollte dadurch beweisen, dass er nichts entwendet habe.

Diese Kontrolle, der er sich freiwillig, im Beisein des Betriebsrates, Herrn Gi. Unterzog, brachte jedoch neue Schwierigkeiten.

Herr St. versuchte die Badehosen, die ich inzwischen unter seiner Kleidung entdeckt hatte, zu verstecken. Er gab die Ware auch auf mehrfache Aufforderung nicht heraus.

Ich habe daraufhin, zur Sicherung der entwendeten Ware, versucht ihm diese wegzunehmen. Dies geschah, durch herunterziehen seiner bereits geöffneten Hose. (Hierzu bin ich nach § 859/860 BGB berechtigt, sofern die gestohlene Ware nicht freiwillig herausgegeben wird.)

Aufgrund meiner Handlungsweise schlug mir der Angestellte St., mit der Faust, kräftig auf den Kopf. Da er in Angriffsstellung vor mir stehenblieb, musste ich, um nicht weitere Schläge hinzunehmen, Zurückschlagen. Herr St. setzte sich kurz auf einen, hinter ihm stehenden Stuhl, stand jedoch sofort wieder auf den Beinen. Erneut schlug er mir mit der Faust auf den Kopf.

Wieder musste ich, da er wütend vor mir stand, Zurückschlagen. Ein weiterer Angriff des

Angestellten St. konnte mit Mühe, durch das Einschreiten anderer Personen, unterbunden werden.

Dem Beschuldigten wurden die entwendeten Badehosen weggenommen. Die Polizei wurde verständigt

Alle guten Dinge sind „Vier“!

Dem Detektiv war aufgefallen, dass ein Mitarbeiter eines Supermarktes vier Autoreifen durch die Eingangssperren schob. Der Mitarbeiter der Autozubehörabteilung gab bei der Kontrollkraft an, er müsse die Reifen zur angrenzenden Autoservicehalle bringen.

Da dem Detektiv diese Geschichte nicht glaubhaft genug war, verfolgte er den Angestellten.

Die Beobachtung des Mitarbeiters ergab, dass dieser die vier Autoreifen auf dem Parkplatz, einem Pizza-Besitzer übergab und dafür 400,€ entgegennahm. Der Angestellte und der Empfänger der Reifen wurden gestellt.

Es ergab sich, dass die Mercedes-Reifen einen tatsächlichen Wert von 720,€ hatten. Der Mitarbeiter gab, zu diese Reifen entwendet zu haben. Bei der Überprüfung seines PKW wurde festgestellt, dass er ebenfalls neue Reifen aufgezogen hatte. Er gab auch zu, diese am selben Tage, auf die gleiche Weise, entwendet zu haben.

Wichtig:

Derartige Warenverschiebungen sollten, wenn überhaupt erforderlich, nur mit Lieferschein möglich sein.

Tests haben an der gleichen Schwachstelle in einem Warenhaus in Kiel ergeben, dass Kleinkrafträder an den Kontrollkräften vorbeigeschoben wurden, mit der Bemerkung, diese müssten zur Montage eines Nummern-Schildes in die Servicehalle gebracht werden. Dies wurde ohne weitere Überprüfung genehmigt.

Detektei AC
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