Geklaute Waren werden im Ausland verkauft

Fallbeispiel Warendiebstahl und Verkauf im Ausland

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Die offenen Grenzen in Europa, kommen vielen Kriminellen sehr entgegen. Denn es gibt so gut wie gar keine Kontrollen, besonders wenn Deutsche in das benachbarte Holland fahren.  So ist es möglich, illegale oder geklaute Waren ohne Probleme in das benachbarte Ausland zu schaffen. Im Glauben der Kriminellen, sind die Waren so sicher vor der Polizei und einer Hausdurchsuchung oder können illegal weiterverkauft werden. Nicht selten stoßen die Geschädigten dabei vor Probleme mit grenzüberschreitenden Ermittlungen der Polizei und Imageschäden, wie auch im Fall Warendiebstahl des Unternehmens Wunderwelt (Name und Örtlichkeiten geändert und sind rein fiktiv), der durch unsere Wirtschaftsdetektive für Betriebe aufgeklärt werden konnte.

§ Hinweis:
Die Detektei AC macht aus wettbewerbsrechtlichen Gründen darauf aufmerksam, dass wir nicht in jedem genannten Ort eine eigene Betriebsstätte betreiben. Wir sind in allen Bundesländern und Großstädten über Kooperationspartner vertreten, die schnell am Einsatzort tätig werden können. Des Weiteren wurden auf unserer Website wahre Fallbeispiele integriert. Namen und Szenarien haben wir wegen Datenschutz verfremdet.
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Der Fall, mit dem wir beauftragt wurden

Die Firma Wunderwelt aus Kaldenkirchen verwaltet ein Zwischenlager für Händler verschiedener Produkte, darunter hochwertige elektronische Artikel, wie Küchengeräte, Fernseher und Spielkonsolen. Bei der quartalsweise stattfindenden Inventur durch das Controlling und die Buchhaltung, sind über einen längeren Zeitraum immer wieder kleinere Fehlbestände aufgefallen. Zunächst machten sich die Inhaber und Führungskräfte der Logistik über den kleinen Schwund keine Gedanken, bis sich kurz vor Weihnachten dann die Fälle häuften und das Controlling sich über die vermeintlichen Inventurdifferenzen beschwerte. Es wurde eine Teamsitzung einberufen, in der die Führungskräfte dazu angehalten wurden, mit allen Mitarbeitern eindringlich zu sprechen. Diebstähle sollten bei Wunderwelt auf keinen Fall geduldet werden.

Nachdem bekannt wurde das die Firma davon weiß, ließen die Warendiebstähle keineswegs nach. Die Ungereimtheiten zogen sich mittlerweile bis in die Reklamationsbearbeitung. Ursprünglich von den Mitarbeitern bei der Komissionierung reklamierte Waren, waren verschwunden und der Verdacht lag nah, dass diese nur reklamiert worden waren, um diese unauffälliger aus abgezählten Warenbeständen stehlen zu können. Ein Fall für unsere Detektive, die sich mit Personaldiebstahl und Betrug befassen.

Angst vor Image Schaden bei Kunden und Lieferanten

Von einer Reklamationsbearbeitung sind in der Regel auch immer die Unternehmen betroffen, die die Waren geliefert haben. Aus Angst vor einem Imageschaden bei Kunden und Lieferanten, hat die Firma Wunderwelt lieber erst unsere Detektive, als die Polizei eingeschaltet. Bei unserem Erstgespräch rieten wir den Unternehmensinhaber aber, zusätzlich die Behörden über die Warendiebstähle zu infomieren. Unsere Detektive haben daraufhin einen unserer Mitarbeiter als Undercover Detektiv eingeschleust. Er sollte sich heimlich und unauffällig unter den Mitarbeitern umhören, die vielleicht die ein oder andere Auskunft zum Täter geben konnten.

Im weiteren Verlauf haben wir zusätzlich die Ware präpariert, die gerne „geklaut“ wurde: Flachbildfernseher und Spielkonsolen, um so den Täter auf die Schliche zu kommen. Es hat einige Zeit gedauert, bis wir durch unsere Ermittlungen an brauchbare Informationen gekommen sind und die von uns präparierte Ware tatsächlich geklaut wurde. Aufmerksam wurden unsere Detektive auf einen deutschen Mitarbeiter, der mit seinem türkischen Kollegen des öfteren für längere Zeit vom Arbeitsplatz verschwandt. Laut unseren GPS Empfängern war die geklaute Ware aber noch nicht gänzlich vom Firmengelände verbracht worden. Unser Undercover Mitarbeiter fand dann schließlich die Waren hinter einem Stromhäuschen auf dem Firmengelände am Rande eines Feldes, wo sie vorsichtshalber – vermutlich von den beiden – versteckt worden war. Unsere Aufgabe war nun, den beiden Kollegen Ihre Straftat nachzuweisen. Die geklaute Ware wurde durch unsere Detektive für Diebstahl und Betrug in einem Tag- und Nachteinsatz observiert. Kurz nach Einbruch der Dunkelheit, hielt auf einem Feldweg entfernt ein PKW, zwei Personen stiegen aus und luden die geklaute Waren in ihr Fahrzeug.

Verkauf im Ausland und Klärung durch Auslandsermittlung

Bei der Observation des Fahrzeugs stellte sich heraus, dass die beiden Arbeitskollegen, die geklaute Ware ins benachbarte Holland fuhren. In der Nähe von Venlo konnten wir im Rahmen von Auslandsermittlungen beobachten, wie die beiden die Waren bei einem holländischen Haus abluden und von einem dritten Täter auch gleich in bar dafür bezahlt wurden. Unsere Detektive fertigten Fotos und Videos an, die die Verdächtigen in eindeutiger Pose beim Verkauf der Waren an den holländischen Hehler zeigten. Selbstverständlich war auch der übrige Tatverlauf von unseren Detektiven dokumentiert worden. Die ermittelten Beweise haben wir an den Inhaber der Firma Wunderwelt übergeben, welcher sich dann doch dazu entschlossen hat, die Polizei einzuschalten. Im Zuge der grenzüberschreitender Ermittlungen, konnte auch der vermeintliche Hehler festgenommen werden. Der gestand im Zeitraum von 2 Jahren regelmäßig illegale Waren bei den beiden gekauft zu haben. Die beiden Verdächtigen wurden vor einem Strafgericht verurteilt und das Arbeitsverhältnis fristlos beendet. Seitdem haben sich die Zahlen für Schwund, laut Aussage des Controllings, wieder normalisiert.

Detektei AC
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