Schein- und Offshore Firmen im Ausland

Offshore und Scheinfirmen außerhalb Deutschlands

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Ein beliebtes Mittel, wie es von den Medien gerne publiziert wird, um Umsätze und damit Steuern am deutschen Fiskus vorbeizuschleusen, sind Offshore und Scheinfirmen außerhalb Deutschlands. Es werden Firmen und Scheinfirmen gegründet, die entweder steuerbefreit sind oder die nur sehr wenige Steuern zahlen müssen. Beliebt ist auch Transaktionen in mehreren Scheinfirmen zu verschachteln, so dass diese nicht mehr nachvollzogen werden können. Das Vermögen soll so vor dem Zugriff des Staates oder der Behörden geschützt werden. In den so genannten Offshore Zentren, gibt es keine internationalen Reglementierungen, Vereinbarungen und Institutionen, sofern keine Geschäfte mit inländischen Firmen gemacht werden. Allerdings sollte man auch bedenken, dass eine Firmengründung im Ausland, egal wo, nicht immer gleich illegal sein muss, wie die Erfahrungen unserer Auslandsdetektive für Wirtschafts- und Steuerdelikte beweisen.

Geldwäsche und Steuerflucht einfach wie nie?

Die als Unternehmen zur Geldwäsche und Steuerflucht getarnte Offshore Firma, ist in der Regel schnell gegründet – innerhalb von 2 Tagen. Für besonders Eilige, gibt es zudem die Möglichkeit, fertige Unternehmen direkt in einem All-In-One Paket zu kaufen. Die meisten Anbieter für die Gründung von Offshore Firmen, haben diese Firmen sogar in großer Stückzahl vorrätig anzubieten. Die Kontaktaufnahme ist schnell und einfach über das Internet möglich. Auf den Websites der Gründungsagenturen, gibt es meistens eine Vielzahl von Ländern, die ausgewählt werden können. Auch die Auswahl der Firmierung, ob nun der GmbH ähnlich (z.B. eine LLC) oder eine Aktiengesellschaft und weitere Firmierungen, ist reichlich. In der Regel ist alles möglich und das schon zu relativ geringen Gründungskosten inklusive einem Bankkonto.

Wer das Ganze allerdings illegal und mit Vorsatz betreibt, der schaut natürlich, dass er sein Vermögen in Offshore Oasen verschiebt. Allerdings ist es auch dort nicht wirklich sicher, spätestens dann, wenn Wirtschaftsdetektive mit einer Vermögensrecherche beauftragt werden.

Zu den angesagtesten Offshore Zentren der Welt zählen:

  • Panama
  • Hong Kong
  • Liberia
  • Bahamas
  • Delaware
  • Niederländische Antillen
  • Cayman Inseln
  • Bermuda Inseln
  • Sychellen
  • Malta
  • Dubai
  • Gibraltar

Die Offshore Zentren sind Einsatzort von Auslandsdetektiven, die ermitteln, um eine Scheinfirma oder eine Steuerflucht nachzuweisen. Von rechtlicher Seite, kann der deutsche Gesetzgeber von den Offshore Oasen nur sehr wenig erwarten. In den meisten Fällen wird nicht mal eine Rechtshilfe gewährt, wie die Erfahrung bei unseren Auslandsermittlungen zeigt.

Aber eine Offshore Firma ist nicht grundsätzlich illegal

Sicherlich dient nicht jede Firmengründung in einer Steueroase unbedingt der Steuerflucht und Geldwäsche. Im Internetgeschäft ist es unter Webmastern durchaus legitim und angesagt, Firmen in steuerbegünstigten Ländern zu haben. Die Wahl des Wohnorts steht frei und im Internet kann von überall aus der Welt gearbeitet werden. Um internationale Kunden zu betreuen, ist die Wahl einer modernen EU Gesellschaft in Malta oder Gibraltar eine sehr gute Wahl. Malta und Gibraltar erheben nur eine geringe Unternehmenssteuer und sind in der Europäischen Union anerkannt.

Schreiben Sie als Unternehmer eine Rechnung mit einer Online Firma aus Malta oder Gibraltar, so werden diese Rechnungen vom Finanzamt akzeptiert. Bei den übrigen o.g. Steueroasen ist das ggf. nicht der Fall. Deutsche Kunden müssen mit einer Ust-ID Nr. (Internationale Steuernummer) keine Mehrwertsteuer an Unternehmen in Malta oder Gibraltar zahlen. Um von diesem Geschäftsmodell legal profitieren zu können, müssen Sie Ihren Wohnsitz allerdings ins Ausland verlegen. Idealerweise sollte ein kleines Büro in Malta oder Gibraltar vorhanden sein. Ein Steuerflüchtling oder Geldwäscher, wird das nicht in dem Maße umsetzen, weil es viel zu gefährlich für ihn wäre.

Verstehen Sie uns nicht falsch

Wir schlagen uns natürlich nicht auf die Seite der Steuerbetrüger, Geldwäscher und anderer Krimineller, die Scheinfirmen gründen, um Geld verschwinden zu lassen. Als Detektive räumen wir aber durchaus ein, dass es Firmengründungen im Ausland gibt, die nicht illegal sind oder auf eine Geldwäsche abzielen. Zu nennen wären hier zum Beispiel zwei Weltkonzerne, wie Siemens und Google, mit Sitz in Delaware, das als einer der größten Steuerparadise der Welt gilt. Fakt ist, dass dort völlig legale Holding Gesellschaften gegründet wurden. Die Unternehmen profitieren so von einer Steuervergünstigung in Deutschland, die Firmengeflächte mit Holding Gesellschaften grundsätzlich vom Gesetz her begünstigt.

Es kommt also immer auf den individuellen Fall an. Wenn unsere Detektive Ermittlungen für Kunden in Steueroasen durchführen, zum Beispiel für Rechtsanwälte und Juristen, muss immer ganz genau hingeschaut werden. Ein legales Unternehmen kann natürlich nicht rechtlich belangt werden.

Detektei AC
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