Untreue Mitarbeiter in Wirtschaft und Verwaltung

Untreue in Wirtschaft und Verwaltung

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Untreue ist in der deutschen Wirtschaft an der Tagesordnung und zählt zu den immer häufiger werdenden Wirtschaftsdelikten der Bundesrepublik. In den letzten Jahren wurde seitens des Gesetzgebers viel dagegen unternommen, so dass ein klarer Anstieg der Strafverfahren zu beobachten ist. Zu den Maßnahmen der Regierung, zählt eine Intensivierung der Strafverfolgung und die Einrichtung von Abteilungen für Wirtschaftsstrafrecht bei der Staatsanwaltschaft. Unsere Detektive für Wirtschaftskriminalität geben Ihnen nachstehend wichtige Informationen rund um das Thema Untreue in Wirtschaft und Verwaltung.

Definition und Strafbestand

Untreue, was ist das eigentlich und wie wird diese strafrechtlich definiert? Als Führungskraft, Manager oder Vorsitzender für ein Unternehmen, sollten Sie sich unbedingt damit auseinandersetzen, denn das Wirtschaftsdelikt wird Ihnen noch viel häufiger begegnen, als Sie denken. Unterscheiden müssen Sie bei der Untreue zwischen einem Missbrauchstatbestand und Treuebruchstatbestand. Des Weiteren liegt dem Strafbestand einer Untreue nicht unbedingt eine Bereicherungsabsicht zu Grunde. Es genügt schon eine Vermögensgefährdung.

Untreue ist nach § 266 StGB ein Strafbestand des deutschen Strafrechts und zählt zu den Vermögensdelikten (ähnlich wie der Betrug). Das Gesetz schützt durch die Regelungen im Strafgesetzbuch das Vermögen und verbietet Verhaltensweisen,  die unter der Ausnutzung einer besonderen Vertrauensstellung fremdes Vermögen schädigen.

Die gesetzliche Regelung definiert dazu zwei verschiedene Strafbestände. Beim ersten Strafbestand ist ein Missbrauchstatbestand gegeben, wenn der Täter seine Vertretungsmacht zulasten des Vertretenen einsetzt. Ein typisches Beispiel dafür ist zum Beispiel der Abschluss von nachteiligen Geschäften zu Lasten des zu Vertretenden. Beim zweiten Straftatbestand verletzt der Täter eine aus einem Vertrauensverhältnis resultierende Vermögensbetreuungspflicht (Treuebruchstatbestand). Typisch dafür sind unseriöse Vermögensverwalter, die anvertrautes Vermögen zu eigenen Zwecken ohne eine Zustimmung gebrauchen. Wer bei einer Untreue erwischt wird, muss übrigens mit Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren und in besonders schweren Fällen, mit bis zu 10 Jahren Haft rechnen.

Besondere Risiken und Täter

Der Strafbestand einer Untreue, im Rahmen des Wirtschaftsstrafrechts, kann bewusst aber auch unbewusst schnell gegeben sein. Besonders dann, wenn Sie als Manager, Vorsitzender oder Angestellter in Führungspositionen arbeiten. Ganz typisch dafür ist eine geheime Preisabsprache oder für bestimmte Gefälligkeiten kleine Aufmerksamkeiten zu erhalten. Der wesentliche Streitpunkt, mit dem sich besonders Anwälte für Wirtschaftsstrafrecht auseinandersetzen müssen, ist die Auslegung der Untreue. Oft fehlen dazu notwendige rechtsgültige Beweise oder notwendige Einzelheiten wurden noch nicht ausreichend abgeklärt. Ein Anwalt für Wirtschaftsstrafrecht und ein Wirtschaftsdetektiv kann helfen, Beweise zur Entlastung oder für eine Anklage zu beschaffen. Die Gefahr von Untreue ist besonders bei Managern, Vorstandsvorsitzenden, Aufsichtsratsmitgliedern und Führungskräften immer gegeben. Je nach Auslegung der Staatsanwaltschaft, können schon deren Fehlentscheidungen als Untreue ausgelegt werden.

Betroffen von Untreue sind aber nicht immer nur die Entscheidungsträger in privaten Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen, sondern auch kleinere Angestellte, die über eine Entscheidungsbefugnis verfügen oder Zugriff auf fremdes Vermögen haben. Bewertet zum Beispiel ein Bankangesteller das Risiko bei der Vergabe von Krediten oder für Aktiengeschäfte falsch, so kann ihm das durchaus bereits als Untreue ausgelegt werden.

Detektei AC
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